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FRAUENLISTE Wiesloch tritt zum dritten Male zur Kommunalwahl an

Sie setzt sich für eine Politik der vielen kleinen Schritte ein

(kb) Seit 100 Jahren dürfen Frauen in Deutschland politisch aktiv sein. Seit 90 Jahren haben sie ein aktives und passives Wahlrecht. Seit 60 Jahren gibt es das Grundgesetz mit dem Artikel 3, Absatz 2: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
„Im Jahr 2009, 50 Jahre nach Verabschiedung des Gleichberechtigungsgesetzes, sollen Frauen – nicht nur in Wiesloch und nicht nur bei den Kommunalwahlen, sondern auch bei den Kreistags-, Europa- und Bundestagswahlen – endlich in allen politischen Gremien ein paritätisches Mitspracherecht erhalten. Die Wählerinnen und Wähler können dies erreichen, indem sie bei allen Wahlen zu 50% Frauen und zu 50% Männer wählen“, meint Karin Becker, die bisher erste und einzige Gemeinderätin der FRAUENLISTE. Auf den Kommunalwahl-Plakaten der FRAUENLISTE Wiesloch steht auch ganz groß die Aufforderung: "Frauen in den Gemeinderat", "Frauen machen Politik".

„Die Frauenliste wurde 1999 das erste Mal aufgestellt, weil wir in einer überwiegend von Männern dominierten Kommunalpolitik unsere Lebens- und Berufserfahrungen einbringen und aus unserem weiblichen Blickwinkel Kommunalpolitik mitbestimmen wollten. Dank einer vollen Wahl-Liste kamen wir damals gleich mit einem Sitz in den Gemeinderat. Dies gelang uns dann auch erneut im Jahr 2004. „Karin Becker, die streitbare Gemeinderätin der FRAUENLISTE, wie sie oft auch genannt wird, hat sich in den letzten 10 Jahren mutig und oft auch sehr vehement für eine ökologische und soziale Politik nicht nur im Gemeinderat, sondern auch in diversen Arbeitskreisen und Ehrenämtern eingesetzt und Rückgrat gezeigt““ erklärt Ursula Trost, die Gründerin der Frauenliste und Nr. 1 der Liste.

„In Wiesloch sind zurzeit nur 9 von 34 Gemeinderatsmitgliedern Frauen. „Das ist uns zu wenig. Das wollen wir ändern. Jetzt treten erneut 28 mutige, unabhängige Frauen zur Wahl auf der FRAUENLISTE an. Sie wollen im Gemeindeparlament Verantwortung tragen für nachhaltige Finanz-, Wirtschafts-, Familien- und Umweltpolitik“, ergänzt Ursula Trost.

Die FRAUENLISTE "bekennt auch Farbe". Sie fordert auf satt violetten Plakaten: "„Frauen in den Gemeinderat". Ab sofort wird auch ein farbiger Flyer, ein sogenanntes "Bekennerinnenschreiben" verteilt. Ihrem Programm hat die Frauenliste den Titel "„Die Welt – ein Haushalt" gegeben. In einem Haushalt werden Arbeiten getan, die sichtbar und unmittelbar zum Wohlbefinden der Familie beitragen; auch zum eigenen Wohlbefinden. Die 28 Frauen sind bereit, sich neben ihrem eigenen Familien-Haushalt auch um den "„großen Haushalt, die Hauswirtschaft unserer Stadt" zu kümmern.

Die FRAUENLISTE will u.a. gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit für Frauen und Männer, die Vereinbarkeit von Beruf, Privatleben und Ehrenamt, gleichwertige Beteiligung von Frauen und Männern in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen, die Beseitigung von Geschlechterstereotypen, und sie möchte von der Kommunalverwaltung auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit sowie auf ihre Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung geprüfte Gemeinderatsvorlagen, um nur einige Punkte aus ihrem Programm zu nennen.

Kommenden Freitag und Samstag zwischen 10 und 12 Uhr wird die FRAUENLISTE mit einem Info-Stand gegenüber Kaufhaus Dannheimer vertreten sein. Nähere Infos sind unter www.frauenliste.de erhältlich.

Gruppenfoto Frauenliste
Gruppenfoto Frauenliste
v.l.n.r.,1.Reihe: Ingeborg Schmidt, Ina Peters, Nana Mörtel, Ursula Trost, Gabriele Berger, Antonietta Ciccola di Iulio,
v.l.n.r., 2. Reihe: Inge Maisch, Angela Hirsch, Silvia Schwarzkopf, Esra Akdemir, Karin Becker, Brigitte Becker, Sabine Blattner, Rosi Haverbeck.