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Land Baden-Württemberg
Meldung vom 04.06.2004

Lichy: „Demographischer Wandel ist brandaktuelles frauenpolitisches Thema“

Aktuelle Ausgabe von AKTIV – Frauen in Baden-Württemberg

Obwohl Baden-Württemberg nach einem aktuellen Ländervergleich die beste Ausgangssituation aller Bundesländer hat, müssen große Anstrengungen unternommen werden, um die Folgen der demografischen Entwicklung zu bewältigen. „Die Gesellschaft altert, weil die Lebenserwartung kontinuierlich steigt und seit drei Jahrzehnten zu wenige Kinder geboren werden. Damit nimmt auch die potentielle Elterngeneration kontinuierlich ab. Kinder, die nicht geboren werden, können auch keine Kinder bekommen. Die Folgen für die Gesellschaft sind gravierend. In den sozialen Sicherungssystemen geht der Generationenvertrag nicht mehr auf. Eine für die Bevölkerung akzeptable und integrierbare Zuwanderung löst weder das Problem der Alterung der Gesellschaft noch den Rückgang der Bevölkerung. Wir müssen uns rechtzeitig auf die gesellschaftlichen Veränderungen einstellen, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern. Deshalb ist der demografische Wandel für die Landesregierung ein politisches Schwerpunktthema“. Dies erklärte die Frauenbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Johanna Lichy, zum Erscheinen der neuesten Ausgabe des Periodikums AKTIV - Frauen in Baden-Württemberg am 4. Juni 2004 in Stuttgart.

Die demografische Entwicklung sei, so Lichy, auch ein brandaktuelles frauenpolitisches Thema. In allen Bereichen würden die engen Bezüge zu frauenpolitischen Themenfeldern sichtbar, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Ich bin der Meinung, dass die gesamte Tragweite der gesellschaftlichen Veränderungen stärker ins Zentrum der Diskussionen gerückt werden muss. Dazu soll auch dieses AKTIV Heft einen Anstoß geben“.

AKTIV Heft 24 greift das Thema auf. Das Heft enthält einen Leitartikel der Präsidentin des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, Dr. Gisela Meister-Scheufelen, mit landesspezifischen Basisinformationen zur demografischen Entwicklung. In einem Interview verdeutlicht der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx, warum er der Meinung ist, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Frauen ist. Die Bundesministerin a.D. und ehemalige Leiterin des Deutschen Zentrums für Alternsforschung an der Universität Heidelberg, Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr beleuchtet die Lebenssituation älteren Frauen. Der Direktor des Stuttgarter Frauenhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Herr Prof. Dr. Peter Kern, und der stellvertretende Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart, Herr Dr. Rolf Ilg, gehen in ihrem Artikel auf die Veränderungen der Lebens- und Arbeitswelt ein.

Hinweise: AKTIV Heft 24 ist im Internet unter www.frauen-aktiv.de abrufbar.

Quelle: Sozialministerium